Private Altersvorsorge soll attraktiver werden

„Die private Altersvorsorge bedarf einer grundlegenden Reform“, schreibt die Bundesregierung und beschloss die Einrichtung einer 'Fokusgruppe Altersvorsorge'. Was deren Aufgaben sein werden und wie der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) auf den Vorstoß reagierte. „Das von der FPD geführte Bundesfinanzministerium scheint die Dringlichkeit des Themas erkannt zu haben, das finden wir begrüßenswert“, so Michael Heinz, Präsident […]
ONLINE-MAGAZIN

Versicherungs-News

Ob Neuigkeiten, wichtige Änderungen oder nützliche und gewinnbringende Tipps, wir halten Sie auf dem Laufenden. Schauen Sie daher öfters mal vorbei und verpassen Sie nichts.

„Die private Altersvorsorge bedarf einer grundlegenden Reform“, schreibt die Bundesregierung und beschloss die Einrichtung einer 'Fokusgruppe Altersvorsorge'. Was deren Aufgaben sein werden und wie der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) auf den Vorstoß reagierte.

„Das von der FPD geführte Bundesfinanzministerium scheint die Dringlichkeit des Themas erkannt zu haben, das finden wir begrüßenswert“, so Michael Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK).

Anlass für das Lob ist die vom Bundesfinanzministerium (BMF) initiierte ‚Fokus-Gruppe Altersvorsorge‘. Das Bundeskabinett beschloss in seiner Sitzung am 30. November, dass diese Fokusgruppe ihre Arbeit aufnehmen wird. Bis Sommer 2023 hat diese Gruppe unter Vorsitz des BMF folgende Aufgaben:

  • Prüfung inwieweit ein öffentlich verantworteter Fonds möglich ist, der „Altersvorsorgenden ein nicht verpflichtendes, kostengünstiges und effektives Angebot zur privaten Altersvorsorge unterbreitet“.
  • Prüfung der Möglichkeit einer gesetzlichen Anerkennung privater Produkte, die eine höhere Rendite erzielen, als auf Basis bisheriger Riester-Verträge möglich ist.

Zum weiteren Vorgehen schreibt die Bundesregierung auf ihrer Webseite, dass die Fokusgruppe in ihrem Abschlussbericht Empfehlungen abgeben könne. Die sollen im weiteren Verlauf in die politischen Entscheidungen für eine grundlegende Reform der Altersvorsorge einfließen. Ziel der Reform sei es, die Attraktivität und Verbreitung privater Altersvorsorge zu steigern. Das könne beispielsweise durch Anreize für untere Einkommensgruppen geschehen, so die Bundesregierung.

Der Fokusgruppe gehören neben dem Bundesministerium für Finanzen, dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klima­schutz auch Vertreter der Anbieterverbände, des Verbraucherschutzes, der Sozialpartner und der Wissenschaft an.
Als ständige Gäste dürften auch Deutsche Bundesbank, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und Deutsche Rentenver­sicherung Bund (DRV) Vertreter zu den Sitzungen der Fokusgruppe entsenden. Das gilt auch für Vertreter des Bundeskanzleramts.

Den Vorsitz in der Fokusgruppe Altersvorsorge soll Dr. Florian Toncar, parlamentarischer Staatssekretär im BMF, übernehmen. Der FDP-Politiker ist in der Versicherungsbranche kein Unbekannter; so war er beispielsweise Jahrestagung bAV zu Gast oder zuletzt auf dem AfW Hauptstadtgipfel.

(Versicherungsbote)
(Bild von Pixabay)

Aktuelle News

{{brizy_dc_image_alt entityId=
Welche Städte am stärksten unter dem Klimawandel leiden werden
IW Consult, ein Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft, hat zusammen mit der „WirtschaftsWoche“ und weiteren Partnern den „Klimaindex 2050“ vorgestellt. In der Studie werden die Folgen des Klimawandels für die 71 kreisfreien deutschen Großstädte prognostiziert. Zehn Risiken stehen dabei im Fokus: Hitzestress, Hitzewellen, Wasserknappheit, Dürrestress, Starkregen, Überschwemmungen, Sturmfluten, Sturm, Tornado und Hagel. Die stärksten […]
{{brizy_dc_image_alt entityId=
Strenger Winter erhöht Schlaglochgefahr
Die ungewohnt frostigen Temperaturen in Deutschland haben den Autofahrern ein tückisches Erbe hinterlassen: deutlich mehr Schlaglöcher als in den Vorjahren, wie beispielsweise der brandenburgische Landesverband Straßenwesen berichtet. Damit steigt auch das Risiko von Schäden am Fahrzeug – an Reifen oder Felgen, Fahrwerk oder Radaufhängung, Spurstange oder sogar Ölwanne. Wer aber trägt die Reparaturkosten? Muss die […]